Zum vermeintlichen Ende der Seehasensaison 2017 stellte sich Mitte Mai tauchbares Wetter ein. Grund genug am Strand von Börgerende und am Hausriff in Nienhagen auf die Suche nach DJ „Lumpi“ zu gehen, um den Wunschzettel abzugeben und anstelle des Tanzbeins die Tauchflossen zu schwingen.
So ein Lump!
Worauf der geneigte balticdiver wartet und was ihn auch nach Tauchgängen mit geringsten Sichtweiten immer wieder ins Ostseewasser steigen lässt, ist die Hoffnung, einen der wenigen Tage zu erwischen, an denen die Sicht so unfassbar gut ist, das man den Vergleich mit dem sprichwörtlichen Aquarium nicht zu scheuen braucht. So ein Tauchgang war uns am vergangenen Samstag früh vergönnt.
Seehasenjagd in Börgerende
Mehr als drei Wochen vergingen nach unserem letzten Besuch am Hausriff in Börgerende, bevor das nordostdeutsche Wetter nahe der Hansestadt Rostock einen Tauchgang in absehbare Nähe rücken ließ. Ganz ungeduldig erwarteten wir die passenden Bedingungen, um den Seehasen einen Besuch abzustatten.
Alles in Ordnung im Becken und am Hausriff
Während an Land seit meinem letzten Tauchgang im Oktober 2016 Sturmfluten, Wahlkämpfe und lebhafte Diskussionen in den sozialen Medien über dessen Ergebnis sowie Auswirkungen auf den Weltfrieden und die eigene Föhnfrisur tobten, schien in der Ostsee die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Stipvisite nach mehr als vier Monaten pressluftfreier Zeit sowie einem Tauchgang im Hallenbad bestätigte das.
Keiner unter 100
Mitte September bescherte uns das norddeutsche Wetter beste Bedingungen für ausgedehnte Unterwasserspaziergänge in der Ostsee. Am Nachmittag hieß es in diesen Tagen deshalb regelmäßig: raus aus dem Büro und rein in die Ostsee.
Grasnadeln am Elmenhorster Bach
Der letzte Tauchgang in der Ostsee am Elmenhorster Bach, gelegen zwischen den Ostseebädern Nienhagen und Warnemünde, liegt bereits einige Zeit zurück. Grund genug, diesem Tauchspot mal wieder einen oder zwei Besuche abzustatten.
Schneetreiben am Mount Mergel
Obwohl wir zumindest kalendarisch seit zwei Monaten den norddeutschen Hochsommer haben, war an Tauchsport in der Ostsee seitdem selten bis gar nicht zu denken.
Je tiefer desto bunter
Wer glaubt, dass es in der Ostsee nichts zu sehen gibt, der irrt. Wer glaubt, dass es wenn überhaupt nur grünes zu sehen gibt, der irrt ebenfalls. Wer jedoch glaubt, dass es farbenfrohes Leben in 25 Metern Tiefe gibt, liegt goldrichtig.
Börgerender Nordpassage
Im Juni 2016 wollten die Trockentauchsportfreunde Hartmut, Christian und ich die alljährliche Frühjahrsinspektion der großen Mergelbänke vor Börgerende durchführen. Wie immer stiegen wir am Strandaufgang des Campingplatzes in die Ostsee und tauchten nach Norden.
Herrlichstes Herrentagstauchen!
Zwei Tauchtage an denen wir fast sechs Stunden unter Wasser bleiben und dabei vier 12-Liter-Flaschen leeren konnten, hinterließen weder Kopfschmerzen noch andere nennenswerten Spuren. Der Himmel und die spiegelglatte Wasseroberfläche waren das einzig „blaue“ für uns.